Schären-Insel-Hopping in Süd-Schweden

Göteborg

Eine Schweizer Familie, die wir in Norwegen kennen gelernt haben, meinte: „Ihr werdet viel Begeisterung aufbringen müssen, wenn Ihr zuerst Norwegen und dann Schweden besucht!“ Irgendwie hatten sie recht. Wartete in Norwegen hinter jeder Kurve ein neues Naturerlebnis, war die Landschaft in Südschweden vergleichsweise unspektakulär. Dafür wurden wir gleich am ersten Tag mit einem wunderbaren Badeplatz in den Schären bei Röd belohnt. Die Zufahrtsstraße endet, wenn man nicht scharf rechts auf einen Waldparkplatz abbiegt, direkt im Meer. Das Wasser ist wunderbar erfrischend und die großen Steine rundherum sind ideal zum Klettern und Sonnen.

Mittlerweile haben wir unsere Solardusche wieder aktiviert. Diese besteht aus einem schwarzen Plastiksack, den wir mit Wasser befüllen und in die Sonne hängen. Kurze Zeit später können wir uns mit dem dazugehörigen Duschschlauch wunderbar duschen. Ein Must-Have für die Sommerzeit – auch für den Garten!

Bei Brastad schauten wir uns an einem magischen Platz im Wald Felsbilder aus der frühen Bronzezeit an. Die Felsritzungen wurden innerhalb eines langen Zeitraumes angefertigt. Die älteste Figur wurde ca. 1500 vor Christus in den Fels geritzt. Auf den Bildern konnten wir Schiffe, Krieger und Tiere erkennen.

Felsbilder bei Brastad

Bei einem Zwischenstopp bei einem Einkaufszentrum haben wir folgende moderne „Felszeichnung“ gesehen:

Shopping in Göteborg

Wer die zweitgrößte Stadt Schwedens mit einem fahrbaren Untersatz besucht, bezahlt eine City-Maut. Wieviel – das werden wir wie auf allen anderen Mautstrecken, die wir in Schweden befahren haben erst bei der Abrechnung sehen, die kurz vor Weihnachten in unseren Postkasten flattern wird. Für unseren Shoppingtag stärkten wir uns auf dem Fischmarkt, der von außen wie eine Kathedrale aussah, mit verschiedenen Fischspezialitäten. Da das Wetter wie schon seit Wochen wunderbar warm ist, flanieren wir die Einkaufsstraßen auf und ab und werfen nur einen Blick auf den riesigen Shoppingkomplex Nordstan, dessen Straßen komplett überdacht und so perfekt für Schlechtwetter-Shopping sind. Die Preise für Kleidung sind mit unseren vergleichbar. Allerdings gibt es abgesehen von H&M und Co viele interessante schwedische und dänische Marken. In Gedanken nehme ich mir vor, mit einer Freundin für ein Shopping-Wochenende bald einmal nach Schweden zu kommen.

Feskekörka, Fischmarkt Göteborg

Impressionen aus Göteborg

Schären-Insel-Hopping

Eine lustige Angelegenheit ist das Schären-Insel-Hopping! Die Inselchen Malö und Flatön sind durch kostenlose Fähren mit der Halbinsel Bokenäs verbunden. Wir kommen mit dem Wohnmobil am ersten Fährhafen an und sehen auf einer elektronischen Anzeige, wann die nächste Fähre kommt. Mit einem Ampelsystem bekommen die einzelnen Fahrspuren das Signal zum Befahren der Fähre. Irritiert sehen wir uns um, wer das ganze Geschehen steuert und sehen einen einzigen Steuermann auf der Brücke, der alles im Griff hat. Die Überfahrten dauern jeweils nur wenige Minuten. Beim Verlassen der Fähre gibt es wieder ein eigenes System. Zuerst überholen uns links und rechts PKWs und Motorräder bevor wir die Fähre verlassen können. Es macht großen Spaß, einmal auf diese Art die wunderschöne Schärenlandschaft zu erkunden!

Unser Tipp: Nachdem wir auch in Dänemark und Norwegen fast ausschließlich mit Kredit- und Bankomatkarte bezahlt haben, wagen wir für unseren viertägigen Aufenthalt in Südschweden das Experiment und beheben kein Bargeld. Und siehe da: es funktioniert! Sogar auf dem Obst-Stand auf dem Markt oder beim Eiskaufen kann man mit Karte bezahlen.

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