Oslo – Wo das Glück zu Hause ist

Königliches Schloss Oslo

Oslo fehlte uns noch in unserer Sammlung an europäischen Hauptstädten, und wir waren im Vorfeld schon sehr neugierig auf die norwegische Hauptstadt. Gleich bei der Hinfahrt besuchten wir die Schisprungschanze Holmenkollen, die als älteste Sprungschanze der Welt gilt. Den Schanzenrekord auf der neuen Schanze hält noch immer der Österreicher Andreas Kofler, 2011. Es war ein tolles Gefühl, als wir auf der Zuschauertribüne saßen und die Kulisse auf uns wirken ließen. Noch toller war die Fahrt im Skisimulator. In einer Art Kabine erlebt man 3-D-animiert einen Abfahrtslauf und einen Schisprung, aber so lebensnah, dass man ein Gefühl für die Geschwindkeit des Abfahrtsläufers bekommt. Zusätzlich ruckelte die ganze Kabine, sodass die Kinder glaubten, selbst über die Piste zu brettern. Um rund € 75,– (inklusive Eintritt ins Schimuseum) kann man im Sommer mit dem Flying Fox über die Schanze „fliegen“. Bestimmt ein unglaublich tolles Erlebnis!

Schisprungschanze Holmenkollen

Da wir ungeplanterweise an einem Sonntag nach Oslo kamen, hatten wir das Glück, direkt beim Frognerbad neben dem Frognerpark einen kostenlosen Übernachtungsplatz zu bekommen. In dem weitläufigen Park ist es erlaubt zu grillen und es gibt wie in ganz Norwegen eigene Abfallbehälter für gebrauchte Grilltassen. Als Sonntagsessen gab es bei uns saftige Steaks und Mais, und das mitten im Park. In Skandinavien ist es üblich, überall zu picknicken und zu grillen, und wir haben uns von diesem Trend gerne mitreißen lassen.

Grillen im Park

Derart gestärkt kamen unsere Fahrräder wieder einmal zum Einsatz, und wir radelten durch den Frognerpark und den Skulpturenpark des Gustav Vigeland Richtung Zentrum. Die Skulpturen von Vigeland sind Geschmackssache und begehrte Fotomotive. Vor dem königlichen Schloss patrouilliert die königliche Garde und in ein paar Minuten ist man beim Nationaltheater, Historischen Museum und Nationalgalerie. Wir hatten das Glück, der unglaublich schönen Musik von Nina Schliemann, einer fantastischen Singer-/Songwriterin zu lauschen. Der Hafen von Oslo eignet sich mit zahlreichen Lokalen perfekt für einen abendlichen Spaziergang.

Nobel Friedenszentrum
Königsschloss Oslo
Rathaus von Oslo

 

Unser Resumee zu Norwegen: Happy people!

Wir können das Ergebnis des „World Happiness Report 2017“ der Vereinten Nationen nur bestätigen, das die Norweger als das glücklichste Volk der Welt auszeichnet. Wir haben in Norwegen fast ausschließlich zufrieden und entspannt wirkende Menschen getroffen. Norwegen ist unglaublich sauber. Spirituosen kann man nur in staatlichen Alkoholgeschäften kaufen. Supermärkte dürfen nur Bier mit niedrigem Alkoholgehalt verkaufen. Auf Tankstellen oder in kleinen Shops gibt es meistens keine alkoholischen Getränke, dafür ein großes Angebot an Milchprodukten und Softdrinks. Auf Plastikflaschen gibt es einen Pfand. Dementsprechend sieht auch das Straßenbild aus. Keine Betrunkenen, keine Jugendlichen, die mit Bier und Zigaretten herumhängen. Dafür sehen die Norweger unheimlich sportlich aus. Sport, Natur und Kinder haben einen großen Stellenwert in diesem lebenswerten Land. Kindern wird Zeit gegeben. Nicht nur einmal haben wir Kinder spielend im Supermarkt auf dem Boden herumkrabbeln sehen, ohne dass die Eltern gleich gestresst am Kind herumzerrten.

Unser Tipp für Oslo: Für einen ein- bis dreitägigen Aufenthalt in Oslo gibt es den Oslo-Pass (Oslo Kortet), mit dem Museumsbesuche, Fähre, öffentlicher Verkehr und sogar das Parken auf gebührenpflichtigen Parkplätzen inkludiert sind.

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