Das Südkap Norwegens

Leuchtturm Lyndesnes fyr

Glück ist, wenn man mit den Menschen, die man liebt, seine Ferien verbringen darf.

Jetzt sind wir also in Norwegen und es ist wirklich so unbeschreiblich schön, wie uns alle, die vor uns da waren, vorschwärmten. Hinter jeder Kurve offenbart sich ein neuer atemberaubender Ausblick auf einen Fjord. Kristallblaues, aquamarinfarbenes bis grünes Wasser und Sandstrände im Süden. Wir haben eine Serie von sommerlich warmen Tagen geschenkt bekommen und springen fast täglich ins klare Wasser. Wir haben in diesem Urlaub kein einziges Mal Trinkwasser gekauft. Sowohl in Dänemark als auch in Norwegen ist alles eiskaltes Trinkwasser.

Das Nordkap ist in aller Munde – wir wählen das Südkap Norwegens. Bis zum Nordkap wären es von hier noch 2518 Kilometer!

Wegweiser Nordkap

Der weißrote Leuchtturm am Lyndesnes fyr markiert den südlichsten Punkt Norwegens. Felsen und Steine liegen rund um den großen Parkplatz wie hingewürfelt, dazwischen Moos, Erika und allerlei alpines Gewächs. Unsere Kinder sind nicht mehr zu bremsen und klettern viermal hintereinander den Hügel zur Skulptur mit einer Taube hinauf und wieder hinunter. David meint ja, das soll den Heiligen Geist darstellen. Von oben haben wir eine wunderbare Aussicht auf den Leuchtturm und die tosenden Wellen des atlantischen Ozeans.

Zum Abendessen gibt es Fischfilet, das wir am Fischmarkt in Kristiansand gekauft haben, und Kartoffler (wie es hier heißt) mit warmem Holzofenbrot mit Algen und Meersalz.

Hier in Norwegen geht die Sonne erst ca um 22 Uhr unter und es wird irgendwie die ganze Nacht nicht finster. Wir treten unsere Wanderung zum Leuchtturm erst nach 20 h an. Der Leuchtturm und das umliegende Gelände werden in einem 14-tägigen Rhythmus bewirtschaftet. Zur Zeit ist gerade eine Jungfamilie an der Reihe. Die Leine des kleinen Hundes ist an einem Bobbycar befestigt und der Leuchtturmwärter macht den letzten Kontrollrundgang des Tages.

Während des Aufstieges kommen wir an begehbaren und teilweise beleuchteten Bunkern vorbei, die uns Gelegenheit zum Erforschen geben. Je höher wir Richtung Leuchtturm kommen, umso mehr braust der Wind um unsere Ohren. Die Kinder müssen sich ordentlich gegen den Wind stemmen, um nicht rückwärts geblasen zu werden.

Leuchtturm Lyndesnes fyr

Beim Leuchtturm angekommen gibt es einen Gipfelschluck bzw. ein Gipfelzuckerl bevor wir wieder den Rückmarsch antreten. In der Nacht hören wir den Wind pfeifen und die Wellen gegen die Felsen klatschen. Wie an allen exponierten Stellen der Welt umgibt eine besondere Energie den Ort.

 

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