Der Geburtsort von „spiel gut“ – Legoland Billund

Gehen wir jetzt ins Legoland?“ Mühsam öffneten wir die Augen und linsten auf die Uhr. 7.30 Uhr und unser Sohn stand komplett angezogen vor uns. So schnell ist er morgens sonst nie. Auf diesen Tag im Legoland Billund freut er sich schon seit Monaten. Und wir mit ihm.

Wir reisten schon am Vorabend nach Billund an, um uns einen Überblick zu verschaffen. Zwei Kilometer vor Billund wies außer ein paar überdimensional großer Legosteine noch nichts auf die Wiege des Legos hin. Alles dezent und zurückhaltend, wie die Dänen eben sind. Als erstes besichtigen wir das neu errichtete Legohaus im Ortszentrum von Billund. Die Architektur soll an überdimensionale übereinandergestapelte Legosteine erinnern. Im Inneren dominiert ein Baum aus Lego als höchstes, existierendes Lego-Bauwerk.

Das Legohaus

Absolut cool ist der Lego-ID-Scanner. Wenn man die Hand auf den Scanner legt, wird Deine wahre Lego-Identität errechnet, die man natürlich nicht verraten darf. Nur so viel, es stimmte bei uns allen überein. Ansonsten gibt es eine kleine Lego-Fabrik und natürlich einen Shop, in dem man um 999 Dänische Kronen ein Mosaik-Bild mit seinem eigenen Konterfei erstellen lassen kann.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es jede Menge: ein Lego-Hotel, ein zweites befindet sich im Bau, ein Campingplatz und weitere Hotels.

So nebenbei kommen wir an der Tischlerei des Lego-Erfinders Ole Kirk Christiansen vorbei. Zunächst stellte er Holzspielzeug her. Ab 1949 begann er mit der Herstellung von Kunststoff-Bausteinen, die den heutigen Legosteinen ähneln.

Um 10 h öffnet das Legoland seine Pforten, und wir sind nicht die einzigen Profis, die schon zwei Stunden vorher auf dem Parkplatz gegenüber stehen und die Eintrittskarten kurz vor 10 Uhr erstehen „dürfen“. Gut 100 Euro kostet der Eintritt für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter der Berücksichtigung von den Gutscheinen, die wir im Legokatalog gefunden haben.

Legoland Billund Eingang

Eines fällt uns gleich auf – obwohl soviele Menschen ins Legoland stürmen – es geht ruhiger zu als im Legoland Deutschland. Die Dänen sind einfach ein ruhiges Völkchen. Wir beginnen im hinteren Bereich mit dem Polar Land. Eine Mega-Achterbahn und echte Pinguine in der Pinguin Bay machen uns so richtig wach. Im Knights Kingdom wird man beim River Splash schön nass und kann sich bei einer Fahrt mit der Drachenbahn wieder trocknen lassen.

In den Sommermonaten hat das Legoland bis 21 Uhr geöffnet, dafür gibt es nicht so viele Vorführungen. Wir sehen uns eine lustige Rittergeschichte und eine Zaubervorführung an, von denen nicht nur die Kinder begeistert sind. Die LegoMovies gibt es zu gewissen Zeiten auch auf Deutsch, und wir sehen den neuesten Lego Ninjago Film „Master of the 4thDimension“.

Essen, Getränke und Erfrischungen sind sehr hochpreisig, und wir machen es wie die Dänen: wir nehmen uns unser eigenes Picknick mit. Dazu wurde mit zahlreichen Picknick-Areas vorgesorgt.

Alle Achterbahnen werden von Nadja und Harald getestet und für SPITZE befunden. In der Ninjago-World bewegen wir uns wie die Ninjas durch das Laser Labyrinth und bekommen den Beweis dafür, was wir schon immer vermutet haben: David ist ein echter Ninja.

Vor dem Aquarium-Besuch wird uns mit einer kurzen Filmvorführung die Geschichte zur versunkenen Stadt Atlantis erzählt. Wir lassen den Legoland-Besuch mit einer Zugfahrt zu den tollen Legobauwerken und verschaffen uns mit dem Legotop einen letzten Überblick über das Gelände von Legoland.

Einmal noch in den Legoshop – die Preise sind um einiges höher als bei uns in Österreich, also erstehen wir Dinge, die es regulär nicht zu kaufen gibt. Glücklich und müde fallen wir in unsere Betten und jeder gibt sich seinen Träumen hin: als grüner Ninja, mit der Achterbahn, die Prinzessin rettet den goldenen Legostein,…

Lego gut – alles gut.

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