Die slowenische Küste ist auch im Winter schön

Cafe Cacao, Portoroz

Wir haben schon seit Jahren einen Traum: Irgendwann möchten wir Weihnachten im slowenischen Piran feiern. Nach der Heiligen Messe würden wir durch die geöffnete Kirchentür auf das Meer schauen. Die Kirche Sv. Klementa befindet sich nämlich direkt an der westlichen Spitze der Landzunge. Auf der einen Seite blickt man auf das Meer, auf der anderen Seite schaut man auf die Häuser der Altstadt von Piran. Durch die burgartige Anmutung der Kirche und die exponierte Lage fühlt man sich wie ein Pionier aus früheren Zeiten. Gleich könnte ein Segelschiff vorbeikommen mit der Mission, einen noch fremden Kontinent zu entdecken. Manche Orte haben eine unglaubliche Energie und der Vorplatz der Kirche in Piran ist für uns einer davon.

Fotonachweis: Tourismusverband Portoroz und Piran

So überlaufen Piran im Sommer ist, so ruhig ist es im Winter. Wir genießen gemütlich eine heiße Schokolade am historischen Tartiniplatz und bummeln anschließend durch die Altstadt im italienisch-venezianischen Stil. Wenn man Glück hat, kann man seinen Kaffee sogar noch im Freien, eingehüllt in eine Decke, genießen. Wie auch in Italien nutzen die Slowenen jede warme Minute, um draußen zu sitzen.

Portoroz, ein Ortsteil der Gemeinde Piran, ist ein beliebter Kurort und beherbergt gleichzeitig die großen Hotels in der Gegend. Wie in allen anderen großen Kurorten gibt es auch in Portoroz einige berühmte Casinos. Das beste Eis in der Gegend findet man im Café Cacao. Den Geheimtipp haben wir von unserer slowenischen Freundin Marina bekommen und nach mehrfacher Verkostung unglaublich guter Sorten wie Sacherkuchen sind wir ebenfalls überzeugt! Man muss übrigens nicht bis Portoroz fahren, um das Eis zu genießen: es gibt es auch Filialen in Ljubljana und Prag!

Cafe Cacao, Portoroz
Café Cacao am Strand von Portoroz

Unbedingt probieren muss man die Gibanica in der Konditorei Jadran in der Marina von Izola. Eine Gibanica ist eine Schichttorte aus Strudelteig gefüllt mit Schichten aus Äpfeln, Topfen, Nuss und Mohn. Ein Stück Gibanica ist so groß, dass in der Regel eine ganze Familie davon essen kann.

Die berühmte Gibanica

Der Fischereihafen reicht bis in die Altstadt von Izola hinein, und wir sehen den wenigen Berufsfischern, die es noch gibt, beim Flicken ihrer Fischernetze zu, während wir gemütlich einen Kaffee trinken und ein Stück Gibanica verspeisen. Mit ein wenig Glück kann man sich den fangfrischen Fisch gleich direkt vom Fischerboot weg mitnehmen. Erwähnenswert ist auch der Grünmarkt, der täglich frische Ware aus der Region anbietet. Zur Zeit sind gerade die slowenischen Maroni sehr beliebt. Izola ist auch in der Hochsaison die ruhige Alternative zu den Haupttourismusorten Piran und Portoroz. Unaufgeregt und typisch slowenisch.

Marina von Izola
Fischer beim Flicken der Netze

Wir kommen auch immer wieder gerne nach Koper, in die einzige slowenische Seehafenstadt an der 47 Kilometer langen Adriaküste Sloweniens. Stundenlang kann man den Containerschiffen beim Löschen der Fracht zusehen. Immer wieder fasziniert uns, wie die im Vergleich zu den Containerschiffen winzig kleinen Lotsenschiffe die Meeresriesen gut in den Hafen geleiten. Koper ist eine lebendige Einkaufs- und Industriestadt mit einer überraschend netten Altstadt.

Die Campingplätze in Lucija und Strunjan haben das ganz Jahr über geöffnet. Genausogut kann man auch auf einem Gebührenparkplatz stehen bleiben und wenn man Glück hat, sind sogar die Parkautomaten im Winterschlaf.

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