Wie wähle ich den richtigen Standplatz?

Woher erhalte ich Informationen zu Camping- und Stellplätzen?

Während der Fahrt sind wir meist gut mit Wohnmobil-Reiseführern ausgestattet, die Camping- und Stellplätze auflisten. Auch das Navigationssystem schlägt einige Plätze vor. Viele gute Tipps bekommt man auf der Fahrt von anderen Campern. Auch das Internet und Tourismusbüros bieten eine Fülle an Infos.

Unsere Regel

Durchschnittlich übernachten wir zu einem Drittel auf Campingplätzen, zu einem Drittel auf Stellplätzen, und zu einem Drittel stehen wir frei.

Was muss man man beim freien Stehen beachten?

Mit der Zeit haben wir ein sehr gutes Gespür dafür entwickelt, ob uns ein Platz zusagt oder nicht. Gerade beim freien Stehen muss man einiges beachten:

  • Ist Übernachten grundsätzlich erlaubt?
  • Stehe ich auf öffentlichem Grund oder muss ich eine Erlaubnis einholen?
  • Grundsätzlich ist die Abstellung des Fahrzeuges für eine Nacht zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit in den meisten Ländern gestattet.

Letztes Jahr fanden wir an der noblen Costa Smeralda in Sardinien eine Übernachtungsmöglichkeit auf einem stillgelegten Parkplatz mit Blick über die Bucht, in der die Yachten vor Anker lagen. Camping de Luxe sozusagen.

Costa Smeralda

Geheimtipp – psst, nicht weitersagen!

Gute Tipps sind Parkplätze bei Friedhöfen und Frei- oder Hallenbädern. Friedhöfe sind meist schön und ruhig gelegen, haben einen großen Parkplatz und oft öffentlich zugängliche Toiletten und Wasseranschluss. Ist der Friedhof sehr idyllisch gelegen, kommen abends schon mal die Pärchen zum Knutschen. 🙂

Bei Hallen- und Freibädern fragen wir nach dem Schwimmbad-Besuch, ob wir über Nacht stehen bleiben dürfen. Das war bis dato noch nie ein Problem.

Gaststätten

Eine gute Übernachtungsmöglichkeit sind natürlich auch Gaststätten und Weingüter. Meistens kann man gegen Konsumation stehen bleiben und so ganz nebenbei ein gutes Fläschchen Wein verkosten.

Camping am Bauernhof

Auch Camping am Bauernhof wird immer öfter angeboten. In Italien nennte man das „Agriturismo“ und kauft sich dazu den entsprechenden Reiseführer, in dem die teilnehmenden Betriebe aufgelistet sind. Wir konnten das Angebot auf einer dreiwöchigen Italienreise leider nur einmal nutzen, da die Betriebe entweder nicht auf unserer Route lagen oder schwer zu finden waren. Das eine Mal aber auf einem Weingut in der Toscana war einfach wundervoll.

Agroturismo Toscana

Zusammenfassend gilt für uns: das Gefühl entscheidet, ob der Platz richtig ist!

 

 

 

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