Litauen – das Land der Gegensätze

Und immer wieder geht die Sonne unter...

„Wir fühlen uns in unsere Kindheit zurückversetzt – kleine Häuser mit Acker und Obstbäumen, Tümpel, ein bis drei Kühe und jede Menge Störche.“ erzählten Bruder und Schwägerin, als sie 2014 Litauen erkundeten.

Auch uns ergeht es drei Jahre später noch so. Einzelne Kühe sind auf ungezäunten Wiesen angepflockt. Hier und da fährt ein Bauer das Heu mit einem Pferdefuhrwerk heim. Riesen-Strohballen werden mit viel zu kleinen Anhängern nach Hause gefahren, und die Häuser sind großteils aus Holz gebaut.

Hochzeitsgesellschaft bei der Burg von Trakai: eine hochgestylte Braut im schwarz-weißen Designerkleid, der Porsche Cayenne übernahm die Rolle des DJs und auf der Motorhaube des Audi A8 war das Fingerfood-Buffet aufgebaut.

Braut im Designerkleid

Szenenwechsel Vilnius, Hauptstadt Litauens und Kulturhauptstadt 2009 (gleichzeitig mit Linz): auf der einen Straßenseite supermodern, auf der anderen Seite altkommunistisch. In den Restaurants trifft man hauptsächlich einheimische Gäste. Die Damen waren bereits Samstag mittags top-gestylt und mit 15-cm-Stilettos unterwegs. Shoppingcenter, in denen man ganze Tage verbringen kann und die Bauersfrau, die Blumen und Obst verkauft. Ein Stand mit handgestrickten Socken neben einem Edel-Marken-Shop.

Kathedralenplatz
Vilnius

Litauen ist beides: traditionell, streng gläubig, naturbelassen. Europäisch, modern, in Partylaune.

Und ein Land der wunderbaren Seen! Dem Schild zu einem Picknickplatz folgend stehen wir vor einem wunderschönen See. Das Wasser ist herrlich kühl und so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Die Leute kommen, kühlen sich ab und springen wieder ins Auto. Wir genießen und bleiben über Nacht.

Picknick am See
Und immer wieder geht die Sonne unter…

Europas geografischer Mittelpunkt liegt eine halbe Stunde von Vilnius entfernt!

Geografischer Mittelpunkt Europas

 

 

 

2 Kommentare

    • Danke für Dein Lob und für die Anregung zu den Fotos – werde ich mir zu Hause anschauen. Harald ist „always on duty“. Entweder hinter dem Steuer oder hinter der Linse. Ein paar Fotos von ihm haben wir aber schon… 🙂

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