Krakau und Warschau

Wodka

Krakau

Mit den Fahrrädern entlang der Weichsel zur Wawel-Burg – das machte uns allen Spaß!

Womo-Kinder erzählen

 

Die weitere Stadtbesichtigung unternahmen wir zu Fuß. Die Tuchhallen mit allen nur erdenklichen Souvenirs, der Rathausturm am Rynek (Hauptplatz) und zur vollen Stunde haben wir auch die Trompetenfanfare der Marienkirche gehört.

Echt polnische Pierogi in einem winzig kleinen polnischen Lokal in drei verschiedenen Variationen: mit Rind- und Schweinefleisch, Ente mit Apfel und Käse mit Pilzen. Himmlisch!

Pierogi-Restaurant

Im Hof des Collegium Maius, der zweitältesten Universität Europas, ließ es sich herrlich rasten. Durch das jüdische Viertel kamen wir wieder zur Wawel-Burg zurück, und Nadja und David erstanden zwei Krakau-Drachen getauft auf Kraki und Bobo-Feuermaul. Im leichten Nieselregen radelten wir wieder zum Stellplatz zurück. Hin- und zurück ungefähr 15 km. Wir waren für polnische Verhältnisse vom relativ teuren, eher alten Campingplatz (€ 35,–) zu einem Stellplatz bei einer Wohnmobil-Werkstätte gewechselt (€ 5,–). Nadja kann jetzt sämtliche Wohnmobil-Arten unterscheiden – vom Luxus-Liner mit Slide-Out bis zum Kastenwagen.

Warschau

Krakau wollte uns tags darauf einfach nicht loslassen. Ungefähr 40 Kilometer fuhren wir im Kreis bis wir die richtige Straße nach Warschau erwischten. Viereinhalb Stunden Fahrt, auf der unsere Kinder wieder einmal eine ordentliche Portion Sitzfleisch und Einfallsreichtum bewiesen. Zur Abwechslung darf eines der Kinder auch Co-Pilot bei Papa sein. Bei der Hälfte der Strecke enterten wir ein Einkaufszentrum vergleichbar mit der PlusCity in Pasching. Mittagessen, Einkauf, Herumlaufen bevor wir die letzte Etappe nach Warschau antraten.

Das gesuchte Aqua-Center ist anscheinend dem neuen  Metro-Bahnhof zum Opfer gefallen. So standen wir über Nacht in einer schönen bewachten Wohngegend mit großem Park. Auch ein netter Biergarten war in der Nähe, aber die Killer-Stichmücken ließen uns das Bier nicht mal zur Hälfte austrinken. Gegen Mitternacht wurden zwei funkelnagelneue Metro-Garnituren angeliefert. Ach, und das wichtigste hätte ich bald vergessen. David und Nadja sind stolze Besitzer der jeweils neuen Ausgabe des Lego- und Playmobil-Kataloges. Wer wird bloß die Zloty-Preise in Euro umrechnen?

Biergarten Warschau

Am Dienstag unsere Spezialität: Stadtbesichtigung mit Wohnmobil. Gerade in einer so weitläufigen Stadt wie Warschau ein echter Vorteil, vor allem wenn man einen so furchtlosen Piloten hat wie wir. Vorbei am beeindruckenden Kulturpalast stellten wir das Wohnmobil an einem Parkplatz ab und wanderten zum Königsschloss hinauf. Die Kinder waren begeistert vom akkurat angelegten Schlossgarten. Der neuste Schrei in der Stadtbesichtigungs-Szene sind „Free-Walking-Tours“. Über Internet erfährt man, wann wo welche Tour losgeht, schließt sich an und gibt was man mag. Wir treffen beim Mittagessen in einer urigen polnischen Suppenküche (Barszcz= Rote Rüben Suppe, Tomatensuppe und für David natürlich Pierogi) einen deutschen Studenten. Dieser holt als Zuverdienst zu seinem Studium Stammzellenspenden in Kliniken auf der ganzen Welt ab und liefert sie persönlich in einer anderen Klinik auf der Welt wieder ab. In diesem Fall Warschau – Hamburg, vor zwei Wochen war er in Buenos Aires. Eine soziale Tätigkeit mit kleinem Taschengeld.

Das Highlight von Warschau für die Kinder war der Multimedialny Park Fontann, in dem Scharen von Kindern zwischen Wasserfontänen herumhüpften und sich abkühlten. Im Gegensatz zu Krakau trifft man nicht ständig auf große Touristenhorden und Warschau bietet mit Sicherheit noch mehr zu entdecken, als wir an diesem einen Tag erkunden konnten.

Multimedialny Park Fontann

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