Olomouc versus Ostrava – Bischofssitz versus Industriestadt

Wo ist denn der See hin?

Bitov-Stausee

Am Bitov-Stausee wollten wir zumindest mit den Füßen noch kurz in den See, doch wo ist er denn hin? Im Vergleich von vor zwei Jahren führt der See heuer sehr viel weniger Wasser.

Wunderschönes Mähren

Riesige goldgelbe Getreidefelder, saftig grüner Mais, zahlreiche Klöster und Heiligenstatuen, so lernten wir Mähren gestern kennen.

Plötzlich waren die Kühltürme des Atomkraftwerks Dukovany in Sicht. Zufall oder nicht, auf jeden Fall war in einer Windrichtung der Wald für einige Kilometer kaputt und braun.

Oloumouc (Olmütz) begrüßte uns gleich mit einem Parkplatz direkt vor der Kirche Sv. Moric. Das Glockenspiel der astronomischen Uhr hörten wir leider nicht, dafür bestaunten wir die 36 m hohe Dreifaltigkeitssäule. Bei dem Namen „Olmütz“ klingelt es bei vielen wahrscheinlich auch kulinarisch. Der bekannte Olmützer Quargel stammt von hier. Wir verkosteten ihn beim Abendessen im Braugasthof in einer klaren Knoblauchsuppe mit Olmützer Bier.

Knoblauchsuppe mit Olmützer Quargel

Viele fragen uns, ob wir jeden Tag am Campingplatz übernachten. Durchschnittlich übernachten wir zu einem Drittel auf Campingplätzen, zu einem Drittel auf Stellplätzen und zu einem Drittel stehen wir frei. In Olmütz bekamen wir den Tipp, dass man beim Freibad ruhig stehen bleiben kann. Zwei Minuten vom Zentrum entfernt direkt neben Freibad, Tennisanlage und Eishalle des HC Oloumouc. So ruhig haben wir in einer Stadt noch selten geschlafen.

Acht Kilometer außerhalb von Oloumouc besuchten wir am Samstag den Wallfahrtsort Svatý Kopecek (Heiliger Berg) mit einer wunderschönen Wallfahrtskirche.

Die Straßenverhältnisse hier in Tschechien sind sehr unterschiedlich. Über gefühlte 100 Feldwege (so sehr hat es gerumpelt) bis zu sauber asphaltierten Straßen kamen wir in Ostrava an. Ostrava, die drittgrößte Stadt Tschechiens, ist bekannt durch die Stahlindustrie, dem Ostrava Festival und hatte für uns insgesamt weit weniger Flair als Olmütz.

Unser Fazit: Olmütz hat für uns die Nase vorn!

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